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Der Waldgasthof Reußenkreuz


 

 

Mit 550 Metern Höhe ist der Krähberg der höchste Berg des Odenwaldkreises. Als Wegscheide, an der sich zwei wichtige Handelswege kreuzten, hat dieser Höhenzug schon immer eine bedeutende Rolle innegehabt.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließ Graf Albert von Erbach-Fürstenau auf der Anhöhe ein Jagdschloss errichten, das bis ins vorige Jahrhundert seiner Familie auch als Sommerfrische diente.

Das „Reußenkreuz“, an dem Höhenpass zwischen Ittertal und Mümlingtal gelegen, wurde rund 30 Jahre zuvor als Forsthaus erbaut. In ihm wurde nur wenig später die Gaststube „Zum Auerhahn“ eingerichtet – der Ursprung der heutigen Nutzung als Waldgasthof. Erst 1935 wurde der Name in „Reußenkreuz“ umgeändert.


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Um 1910
1936

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Das "Reußenkreuz" und sein Name
Über den Ursprung der Bezeichnung existieren unterschiedliche Annahmen. Eine Erklärung ist, dass der Name eigentlich Reisenkreuz (Reiser = Wald, Busch) war und damit ein Bildstock auf der Höhe bezeichnet wurde. Nach einer weiteren Vermutung wurde zu Ehren der russischen Zarenfamilie - mit der die Großherzöge von Hessen verwandt waren - auf der Höhe eine Andreaskreuz errichtet. Wie auch immer der Ursprung der Bezeichnung gewesen sein mag, in dem Streit um Reisenkreuz oder Reußenkreuz entschied das Regierungspräsidium in Darmstadt 1992 die amtliche Schreibweise „Reußenkreuz“.

Seit 1935 wird das Haus von der Familie Kroll geführt. Dabei waren die Anfänge, als zunächst Gustav Kroll mit seiner Frau Maria die Gaststätte übernahm, äußerst bescheiden. Die wenigen Zimmer für die zumeist wandernden Gäste waren nach heutigen Maßstäben sehr einfach. Ein Becken mit fließendem Wasser gab es nur auf dem Flur. Nur einmal am Tag, morgens um halb acht, wurde für die Gäste heißes Wasser zum Rasieren bereitet.


     
Im Sommer fällt das Wasser aus
Die Wasserversorgung am Krähberg war lange Zeit ein Problem. Besonders im Sommer reichte die örtliche Quelle zur Versorgung nicht aus. Die Notlösung durch eine Belieferung mit Wasserwagen hatte immerhin bis Ende der sechziger Jahre Bestand. Erst nach der Errichtung eines Wasserhochbehälters in Sensbach konnte das Reußenkreuz an das öffentliche Wassernetz angeschlossen werden.
 
Unser Haus um 1960
     
Wasser wird gebracht
nach oben Die Panorama-Terrasse aus den sechziger Jahren. Im Hintergrund links das alte Gästehaus.

Unten das Gästehaus im Bau. 1936 gab es tatsächlich noch Holzfachwerkkonstruktionen.
     

Modernisierung und Erweiterung

Schon 1936 kam es zur ersten Erweiterung mit dem Bau eines Gästehauses, 1959 wurde dann erstmals das Haupthaus erweitert. In den Jahren bis heute folgten mehrere Umbauten und Modernisierungen an Haupt- und Gästehaus, um den sich wandelnden Bedürfnissen zu entsprechen. Dabei ist das Reußenkreuz immer ein überschaubarer Familienbetrieb geblieben zu dessen persönlicher Note auch die Mitarbeiter einen wesentlichen Teil beitragen. Mittlerweile wird das Reußenkreuz in der vierten Generation geführt und wir hoffen, dass noch viele Gäste den Weg auf den Krähberg finden.

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